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11.19.2009

8 (+ 6) Regeln für den totalen Stillstand

Aus der Kategorie „wieder was von meinen Kunden gelernt“ bin ich gestern auf ein Video von Peter Kruse auf Youtube aufmerksam geworden:

http://www.youtube.com/watch?v=Ug83sF_3_Ec

Er gibt dabei auf unterhaltsame Weise seine Sichtweise wieder was man tun muss um im Unternehmen den totalen Stillstand zu produzieren...

Ich finde: 8 Regeln reichen nicht und hätte da noch ein paar Vorschläge ;-)

Na, das Video ist doch unterhaltsam, gell? Und kann gut und gerne für die Einleitung von Veränderungsworkshops genutzt werden. Die Lacher hat man damit auf seiner Seite... Hier die besprochenen 8 Regeln im Überblick:

Regel #1: Führungskräfte sollen sich entweder ganz raus halten oder alles im Griff behalten

Regel #2: Diskussionen über Ziele und Inhalte von Veränderungen konsequent nur auf der informellen Ebene führen (Gerücht: „die Abteilung wird geschlossen“)

Regel #3: Möglichst viele Aktivitäten gleichzeitig anstossen, für operative Hektik sorgen

Regel #4: Umfassender Wettbewerb: Nur die Besten überleben

Regel #5: Suchen Sie Schuldige! (=Zentrale Verursacher von Problemem)

Regel #6: Auf keinen Fall öffentlich über Sinn und Unsinn bestehender Regeln diskutieren

Regel #7: Beschlüsse auf der formellen Ebene sollten möglichst schnell Konsensfähig sein, damit man Sie informell gleich wieder in Frage stellen kann („schnelles Commitment“)

Regel #8: Die Veränderungsgeschwindigkeit auf der Beschlussebene sollte stets deutlich größer sein als auf der Umsetzungsebene

Bei allem Spass und humorvoller Kritik bin ich sicher, dass bei dieser Veranstaltung auch Manager bzw. Führungskräfte im Auditorium sind, die sich dabei auf die Schenkel geklopft haben. Haha, ja, das kenne ich, das ist bei uns auch so... Und morgen mache ich da wieder mit...

Faktisch ist diese unterhaltsame Performance von Peter Kruse eine systemische Intervention: Er gibt Antworten auf die Frage: Was muss man machen, damit es noch schlimmer wird... Und da könnten doch viele Kollegen noch weitere Klassiker aus den Organisationen bieten, die sie beraten.

Wie wär’s denn damit:

Regel #9: Sorgen Sie für absolute Intransparenz und beauftragen Sie mehrere Personen oder Teams mit der selben Aufgabe. Beim Review der Arbeitsergebnisse vergessen Sie bei dem Team mit den schlechteren Arbeitsergebnissen, dass sie jemals einen Auftrag ausgesprochen haben mit den Worten: „Das habe ich nie so gewollt.“

Regel #10: Entsorgen Sie Widerständler mit Öffentlichkeitswirkung

Regel #11: Kommunizieren Sie sofort nach Bekanntwerden der Veränderung sogenannte Success-Stories, die zeigen, dass Sie eigentlich schon am Ziel sind, bevor der ganze Spaß beginnt.

Regel #12: Entwerten Sie ihre Mannschaft, sähen Sie Zweifel: Am besten gelingt diese Übung durch Beauftragung einer Unternehmensberatung, die ein Heer an Fachberatern schickt und die Organisation mit Lösungen beglückt, die woanders besser funktionieren. Schließen Sie dabei ihr eigenes Personal von der Zusammenarbeit systematisch aus.

Regel #13: Managen Sie von Anfang an konsequent die Produktivität: Wenn in der Entwicklung ihrer Kennzahlen nur eine Richtung erlaubt ist (nach oben) erzielen Sie erstaunliche Effekte bei anderen. Z.B. bei Fluktuation und Krankenstand.

Regel #14: Machen Sie öffentliche Auftritte vor ihrer Mannschaft und betonen besonders gesprächsbereit zu sein. Bei kritischen Fragen: Beenden Sie die Veranstaltung mit dem Hinweis, es sei jetzt Zeit für ein Gruppenfoto (danke lieber Teilnehmer für diesen schönen Hinweis)

Und und und...

Was gibt es wohl da draussen noch an Regeln? Bin gespannt...

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