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10.28.2009

Coachingtipp: Wertschätzung wirkt!

Eigentlich wirkt es wie eine Selbstverständlichkeit für Coaches und Berater aber auch für Führungskräfte: Wertschätzung wirkt. Warum wir das manchmal vergessen und welche Wirkung man im Sinne seiner Klienten damit erreichen kann zeigt mein kleiner Artikel. Mehr im Sinne einer Erinnerung, denn ich bin sicher dass jeder der das liest es eigentlich weiß. Eigentlich.

Wertschätzung hat eigentlich einen guten Ruf. Jeder will wertgeschätzt werden... als Person, mit seiner Arbeit (und Arbeitsleistung), mit seinen Träumen und Ideen und auch mit den Emotionen, die man so mitbringt.

Wie jetzt manche (insbesondere sogenannte Führungskräfte) darauf kommen, dass doch in Unternehmen jetzt hier keine Kuschelkultur herrsche und man dafür vielleicht allerhöchstens zum Psychologen oder zum Lebenspartner nach Hause um Wertschätzung zu erleben ist eines der radikalsten und menschenverachtensten Missverständnisse unserer Zeit. Aber: Auf der anderen Seite vom Pferd gefallen ist auch nicht geritten (danke Bernd Schmid, für dieses unvergleichliche Zitat). Damit das jetzt nicht noch auf der anderen Seite missverständlich wird: Ich bin sehr für Klartext reden. Für gute, effektive Kommunikation zur Sache. Nur wer den Mensch mit in den Blick nimmt, der kommt um Wertschätzung nicht herum. Übrigens heisst aus meiner Sicht Wertschätzung nicht, dass man den anderen mit Streicheleinheiten überhäuft. Die Kunst ist, den anderen als Menschen UND den Kontext in dem man ihm begegnet mit einzubeziehen und Wertschätzung zu geben.

Ein Beispiel aus dem Coaching: In diesen Tagen kam ein Klient mit einer Karrierefrage zu mir: Er wollte mit mir daran arbeiten, wie ihm in diesen Zeiten der Aufstieg in der Firma gelingen kann. Ich selber arbeite nach dem Anspruch „heal in the first hour“. Also, habe ich mich einige Jahre meines Berufslebens mit lösungsorientierten Interventionen und Verfahren beschäftigt und bin auch sehr davon überzeugt, dass man damit in kurzer Zeit, außerordentliche Ergebnisse erzielen kann. Ja, und lösungsorientiert wie ich bin wollte ich ihm dann auch gleich nach dem Einstieg die Arbeit am Lösungsbild anbieten. Tja, was soll ich sagen: Er hat es einfach nicht genommen. So lange bis ich das selber endlich kapiert hatte: Er brauchte die Würdigung des Problems, der Sackgasse, der Endstation in der er vermeintlich steckte. Ja, wenn schon mal ein Klient mit einem Problem zum Coaching kommt, dann braucht es neben der Lösungsorientierung genau so die Würdigung des Problems und des Kontexts in dem es besteht. Hatte ich selbst mal wieder fast vergessen. Die Liste lässt sich übrigens fortsetzen: Die Lösungsversuche bisher gehören nämlich genau so gewürdigt. Sonst könnte ja jeder zum Coach gehen und die störenden Dinger sind dann in kurzer Zeit wie weggeblasen. Das ist schliesslich auch Frust!

In diesem konkreten Fall gelang es nach fast 90 Minuten den ersten Schritt in Richtung neuer Lösungen zu gehen...

Damit ihr lieben Leser etwas habt um euch daran zu erinnern: Hier ein sehr unterhaltsames Video zum Thema „Würdigung“. Viel Spass damit...

http://www.youtube.com/watch?v=Cbk980jV7Ao

Danke Arne für den Tipp! Du bist großartig!!!  ;-)

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