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5.22.2011

Wingwave als nützliche Erweiterung des Coaching-Methoden Repertoires

„wingwave“ ist ein Kunstbegriff, der von seinen Erfindern Cora und Harry Besser-Siegmund erfunden wurde, um das Besondere der Methode zu erfassen. Coaching mit der Wellenbewegung eines Flügelschlages, so könnte man das Wort übersetzen. Die Methode selbst ist eine kluge Kombination von Elementen des EMDR (eye movement desensitisation reprocessing), NLP und eines Myostatiktests (Muskeltest aus der Kinesiologie). Manchmal wird Wingwave auch als „neurologisches Coaching“ bezeichnet. Das besondere ist jedoch nicht nur die Methode, sondern auch die Menschen, die das „erfunden“ haben: Cora und Harry Besser-Siegmund. Cora kommt kommende Woche in unser Institut nach München für einen Schnupper-Abend. Die ideale Möglichkeit die Methode und ihre Erfinderin kennen zu lernen. Wer sie erleben möchte findet weitere Details und die Möglichkeit für den Abend anzumelden hier:

http://www.berater-stark-machen.de/component/seminar/?task=3&cid=58

Warum wingwave aus meiner Sicht eine gute methodische Ergänzung darstellt lesen Sie in diesem Blogartikel...

Jede Epoche scheint etwas hervorzubringen, was zu ihr passt. Das ist im sozialen Bereich genau so, wie in den Ingenieurwissenschaften oder in der Betriebswirtschaft. So passt wingwave als effektive Coaching- und Therapiemethode zum Zeitgeist. Die Heilsversprechen passen zum Trend: Schnell muss es wirken, möglichst punktgenau sollte interveniert werden. Es wird quasi nur „ausgemerzt“ was „nicht in Ordnung“ ist. Der Mensch wird in seiner Leistungs- und Funktionsfähigkeit wieder hergestellt. Einbettung von Gesundwerden in eine Sinnfindung ist dabei nicht nötig. Heute sind die Neurowissenschaften ja ziemlich schick. Nur wenn sich ein Effekt durch Coaching „in der Birne in der Röhre“ (sprich im PET Scan) nachweisen lässt, dann ist das gut und hilfreich.

Wenn man sich oberflächlich mit wingwave beschäftigt, dann könnte man den Eindruck bekommen, dass diese Methode diesem Zeitgeist entsprechend designt wurde. Das Versprechen bei der Arbeit  ist einfach und großartig zugleich: Zielgerichtetes „Wegwinken“ von nicht erwünschten emotionalen Zuständen (Blockaden)

Allerdings geht es bei wingwave nicht darum sich wie bei McCoach mal eben schnell durchtherapieren zu lassen. Wingwave ist immer integriert in einen Coachingprozess, der den Klienten begleitet und in dem auch andere Interventionen zum Einsatz kommen. Aus diesem Grund ist wingwave auch nicht für Menschen erlernbar, die nicht mindestens eine zweijährige Beratungs-, Coaching- oder Therapieausbildung haben. Und da sind die Mitarbeiter des Besser-Siegmund-Institutes ziemlich konsequent, was mir auch sehr gefallen hat. Denn den ganzen Hintergrund, den sich ein professioneller Coach in einer solchen Ausbildung aneignet kann und will die wingwave-Ausbildung nicht ersetzen. Überhaupt ist ein gewisser Qualitätsstandard für  diese Ausbildung wichtig und es wird viel von Cora und Harry getan um diesen möglichst hoch zu halten. Damit die Ausbildung wirklich nützlich ist, muss schon genügend Coaching Erfahrung und Vorwissen da sein.#

Ich selbst bin seit 2009 in wingwave ausgebildet. Am Anfang war ich wie bei vielen Dingen skeptisch. Ich war damals auf der Suche nach einer EMDR Weiterbildung, weil ich die Methode an sich als gute Ergänzung für mein Coaching Methodenrepertoire erachtete. Allerdings ist in Deutschland EMDR der Ausbildung von Ärzten überlassen und selbst für mich als Diplompsychologen mit Doppelabschluss (Arbeits- & Organisationspsychologie und Klinische Psychologie) waren die Voraussetzungen nicht gegeben, da ich nicht vorhatte im psychiatrischen Kontext zu arbeiten sondern es sehr nützlich für meine Coachingklienten finde, alternative Wege zum Abbau von Blockaden anbieten zu können. Da war wingwave genau richtig. Und hier sehe ich auch den großen Verdienst von Cora und Harry Besser-Siegmund: Sie haben es geschafft eine Methode so anzupassen, dass sie für den Coaching Bereich optimal einsetzbar und nutzbar ist. Sie tun nicht nur viel dafür, um die Methode zu verbreiten und bekannt zu machen - das tun wir mit unseren Angeboten letztlich alle ;-) – sie betreiben Forschung und Weiterentwicklung und pflegen ihr Netzwerk von Coaches zum Nutzen der Klienten. Ich kann nur aus eigener Erfahrung berichten, dass wingwave immer wieder zum Einsatz kommt. Vor allem wenn Stressmuster das Verhalten meiner Klienten überlagern und sie zu unerwünschten Aktivitäten gezwungen werden ist wingwave eine ganz hervorragende Möglichkeit. Die Hypothese, dass man dabei direkt mit dem Nervensystem des Klienten arbeiten würde, scheint sich durch Studien zu erhärten. Nur ich meine, das geschieht auch bei der Nutzung der Körperphysiologie von Klienten (bewusste Atmung, Arbeit mit Gesten & Körperhaltungen) – siehe auch Studien von Damasio. Es ist vergleichbar mit anderen Methoden, die hilfreich für Menschen sind wie z.B. der Aufstellungsarbeit im Sinne von Familienaufstellungen: Diese Methodik stellte sich für viele Menschen als hilfreich heraus, einige esoterisch anmutende Erklärungmodelle jedoch nicht. Und das Dogma, das in irrtümliche und unsachgemäßge Anwendung mancher Aufstellungsexperten mündet, ist dann schon wieder nicht hilfreich. Man weiß in diesem Bereich der Aufstellungsarbeit eben längst noch nicht genau warum die Vorgehensweise hilfreich ist, hat aber schon mal die Nützlichkeit akzeptiert. Übrigens finde ich eine ausschließliche und dogmatische Anwendung von wingwave genau so gefährlich...

Im Bereich EMDR und wingwave sind bereits einige Studien durchgeführt worden, die auf jeden Fall die Wirksamkeit bestätigen. Das erhöht natürlich die Anschlussfähigkeit an Klienten, da man etwas „beweisen“ kann. Allerdings wer mit seinem Klienten in einem guten Kontakt (Joining, Rapport) steht, der benötigt aus meiner Sicht keinen Foliensatz, um eine Coachingintervention vorzuschlagen. Zumal  die Wirkmechanismen meines Erachtens auch dort nicht vollständig bekannt sind. Aus meiner Erfahrung mit eigenen Klienten und der Beobachtung insbesondere von Cora bei ihrer Arbeit besteht die Wirkung der Arbeit auch in der der Wirkung  der Person des Coaches.  Deshalb besteht die Aufgabe meines Erachtens  darin, eine oder diese Methode gut in das eigene Methodenrepertoire zu integrieren und sie stimmig zur eigenen Person zu verwenden. Die gute Nachricht ist: wingwave ist für ausgebildete Coaches und Therapeuten im Standardablauf relativ leicht zu erlernen. Aus meiner Sicht braucht es jedoch eine gewisse Berufs- und Übungspraxis damit. Wenn man es kann, dann ist es eine hilfreiche und wirkungsvolle Methode, die einem als Coach auch Spaß macht bei der Anwendung. Das ist auch ein Kriterium für mich, denn wenn ich mich mit einer Intervention besonders wohl fühle, bin ich auch für meine Klienten hilfreich und wirksam.

Wer sich mit wingwave eingehender beschäftigen will, dem seien z.B. die Videos auf Youtube empfohlen, die Ausschnitte einer Dokumentationsserie („die Seelenflüsterer“) zeigen. Den Titel finde ich an der Stelle übrigens ziemlich zwiespältig, weil es hier nicht um „Einflüstern“ oder heimliche Suggestionen geht, sondern um offene und transparente Coachingarbeit. Vielleicht hat das den Einschaltquoten geholfen, das ist ja auch legitim in diesem Fall, denn ich finde man sollte über diese Art der Arbeit eine breite Aufklärung durchführen. Hier jedenfalls die Links zu den Youtube Videos:

Film 1: wingwave Coaching Teil 1

Film 2: http://www.youtube.com/watch?v=PO3R09gyF74

Film 3: http://www.youtube.com/watch?v=vzvWKwj2nLw

Film 4: http://www.youtube.com/watch?v=Jm3kJmKXExQ

Film 5: http://www.youtube.com/watch?v=479b_SfTkpc

Film 6: http://www.youtube.com/watch?v=Il0l7t_S5YU

Und nochmals die herzliche Einladung um Cora und ihre Arbeitsweise in unserem Institut am 26. Mai 2011 in München kennenzulernen:

http://www.berater-stark-machen.de/component/seminar/?task=3&cid=58

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