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20.2.2019

Haltungsarbeit für eine agile Welt

Wenn sich sehr unterschiedliche Perspektiven miteinander verbinden.

Agilität, Selbstorganisation, Führung im Wandel, Kulturentwicklung sind Themen, die mein Herz höher schlagen lassen. Agilität ist in alle Munde und wird als Heilsversprechen im Umgang mit der VUCA-Welt durch einschlägige Publikationen getrieben. In unseren Kundenprojekten erlebe ich wie agile auf traditionelle Arbeitsformen treffen. Hier entstehen Spannungsfelder in denen sich Organisationsmitglieder mit viel Unverständnis aneinander abarbeiten. Da stehen sich die Traditionalisten unversöhnlich den Modernisierern gegenüber. Aus einer systemischen Perspektive gestehe ich jedem seine Sicht zu. Auf einer menschlichen Ebene stellt sich die Frage: Wie gehen wir mit unterschiedlichen Sichtweisen um? Mit einer lösungsorientierten Haltung, lautet die Frage ganz konkret: Wie gestalten wir hybride Organisationsformen?

Bei vielen Verantwortlichen in Unternehmen hat sich die Erkenntnis verbreitet, dass das nicht nur eine Übergangsfrage ist, bis alle im Unternehmen agil sind. Auch in Zukunft werden agile und traditionelle Arbeitsformen in Koexistenz sich sinnvoll ergänzen. So verschiebt sich in Kundenprojekte auch der Fokus von, „wie führen wir Agilität ein?“ zu „wie gestalten wir unsere hybride Organisation?“.

Inspiration gewinne ich aus Gesprächen mit Kollegen, die sich auch mit diesen Themen beschäftigen. Ende 2017 diskutierte ich mit Prof. Bernhard Hauser die Relevanz von innerer Haltung beim Arbeiten, beim Lernen und beim Anwenden von Methoden. Bernhard Hauser verbindet psychologische Erkenntnisse zur Entwicklung von Persönlichkeiten mit Anforderungen des Geschäfts in immer schneller sich wandelnden Umwelten. Eines seiner Spezialgebiete ist Critical Action Learning. Critical Action Learning ist ein Ansatz des Erfahrungslernens verknüpft mit der emanzipatorischen Haltung der kritischen Theorien (z.B. der Frankfurter Schule). Beim Critical Action Learning arbeitet eine Gruppe an einem für eine Organisation konkreten und relevanten Projekt und reflektiert gleichzeitig den Lernprozess. Was Bernhard Hauser und mich verbindet ist die tiefe Überzeugung, dass es am Ende nicht auf die konkrete Methode ankommt, sondern die Haltung mit der eine Methode angewendet wird. Vor diesem Hintergrund sind wir verblüfft, wie stark das Thema Agilität in den Unternehmen aus einer Methodenperspektive diskutiert wird. In unserem Gespräch lag der Fokus auf Fragen zur inneren Haltung:

  • Was ist Haltung?
  • Woran lassen sich unterschiedliche Haltungen erkennen?
  • Wie lassen sich innere Haltungen beschreiben?
  • Welche Haltungen sind im agilen Kontext wirkungsvoll?
  • Wie lassen sich diese Haltungen entwickeln?

Wenn sich einzelne Perspektiven verbinden, haben wir eine Chance mehr von der Wirklichkeit zu erfahren. Seit September 2018 haben wir space worx geschaffen. space worx bietet einen Raum für gegenseitige Inspiration, in dem co-kreativ gearbeitet und durch kollegialen Austausch von und miteinander gelernt wird. In space worx planen wir verschiedene Begegnungsformate. Eines davon sind Expertendialoge. Hier wollen wir unter Kollegen Zukunftsvisionen diskutieren, emergente Ideen bergen und konkrete Handlungsmöglichkeiten ausloten. Mir ist dabei wichtig mit Kollegen auf eine inspirierende Art, Zeit zu verbringen. Den bisherigen Dialog von Bernhard Hauser und mir, wollen wir mit allen Interessierten im ersten space worx Expertendialog am Dienstag, 19. März 2019 fortführen. Unsere Absicht ist unsere Sichtweisen zum Thema „Haltungsarbeit für eine agile Welt“ mit Euren Perspektiven zu verknüpfen. Wir sind gespannt darauf, welches Bild sich am Ende für uns alle darstellt.

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