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2.2.2014

Internet-Branche fordert Lösungsorientierung

Die innere Haltung entscheidet wer mitmacht

Jeden Monat kommen 100.000 neue Apps in den App-Store. Als Internet-Unternehmer kannst du so schnell rennen wie du willst, „die Branche wird immer schneller sein als du.“ Verena Delius, 34, ist Internet-Unternehmerin. Sie entwickelt Spiele für kleine Kinder auf dem iPad. In einem Interview in der Süddeutschen Zeitung vom 27. Januar 2014 gibt sie Einblicke wie die Branche tickt. Was braucht es um erfolgreich zu sein? In dieser jungen Branche gibt es keine Blaupause für den Erfolg. „Man kann in der Internetwelt nie für sich beanspruchen: Ich kann’s jetzt!“ Hier entscheidet die innere Haltung darüber, wer mithält.

Fehlertoleranz ist gefordert

Wo es keine Blaupause für den Erfolg gibt, kann man nicht sehen, „welche Fehler die anderen machen, sondern man muss jeden Fehler selber machen.“ Besiege die eigene Angst, Fehler zu machen. Lasse die Erwartungen los, wie Dinge funktionieren sollten und probiere einfach aus. Das ist lösungsorientiert. Fehler sind Vorstufen zum Erfolg.

Sicherheit ist passé

Im klassischen Bürojob ist um 17 Uhr Feierabend. Und ewig grüßt das Murmeltier. Sicherheit ist zwar nett, aber kein Ziel an sich. Verena Delius findet das langweilig. Sie will sich ausprobieren - auch wenn es nicht klappt. Sie fand schon immer alles, was neu war, spannend. Das ist lösungsorientiert. Veränderung findet eh permanent statt. Warum dann nicht auch daran Spaß haben?

Gestaltungsmöglichkeiten statt Status

Klassischerweise definieren sich Führungskräfte über die Anzahl ihrer Mitarbeiter. Verena Delius Anspruch ist es, „so wenige wir nötig, so flexibel wie möglich.“ Ihr kommt es darauf an, „etwas zu bewegen.“ „Alle wollen die Welt ein Stück weiter verändern.“ Dabei in kleinen Schritten voranzuschreiten ist lösungsorientiert.

Was bedeutet das alles für Führung? Es braucht viel Vertrauen und Austausch. Für Verena Delius ist es egal, wo ihre Mitarbeiter auf der Welt arbeiten. Sie sind über diverse Kommunikationskanäle verbunden, und alle paar Monate treffen sie sich persönlich. „Wenn man einander vertraut und eine gewisse Fehlertoleranz hat, muss es keine Überwachung und kein Stempeln geben.“ Sie sieht es als Chance, wenn es gelingt, unterschiedliche Meinungen einzusammeln und Mitarbeiter an Entscheidungsprozesse zu beteiligen. Das klappt nur, wer als Führungskraft bereit ist, echte Kompromisse einzugehen.

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