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5.1.2015

Lösungsorientierte Veränderungsmagie

Mit Baby-Steps den Schweinehund verzaubern

Zwischen den Jahren ist Zeit, Bilanz zu ziehen. Was habe ich mir für das vergangene Jahr vorgenommen? Was habe ich erreicht? Was wünsche ich mir in Zukunft anders? Viele haben mit Silvester-Vorsätzen schlechte Erfahrungen gemacht. Es fehlt das magische Wissen für die Umsetzung. Das Vorsichherschieben setzt sich meist durch. Misserfolgserlebnisse nähern den inneren Schweinehund. Was ist das Erfolgsgeheimnis für gelebte Veränderung? In der Teambegleitung als Alternative für Team-Workshops wirkt es. Sogar in einem aktuellen Ernährungsratgeber habe ich das lösungsorientierte Prinzip des Baby-Steps entdeckt. Es funktioniert.

Genau vor einem Jahr schrieb ich über den Umgang mit Zielen. Wie schnell nicht erreichte Ziele Frustration und Resignation nähern. Dann passiert es schnell, dem Thema aus dem Weg zu gehen. Die beste Vorsorge ist ein konstruktiver Umgang mit dem Scheitern. Wer sich Großes vornimmt, auch wenn es noch so attraktiv ist, kennt die Erfahrung, dass im Alltag die passende Zeitlücke für die Umsetzung fehlt. Und so schiebt man das Thema vor sich her. Manchmal ist es auch einfach nur eine neue Aufgabe. Die Zuversicht fehlt noch, dass einem das erfolgreich gelingen kann. Und irgendwie von Zauberhand dargeboten gibt es immer noch wichtige andere Sachen, die es gilt zu erst fertig zu machen. Umgangssprachlich macht man für das Vorsichherschieben seinen inneren Schweinehund verantwortlich. Wir wollen uns an dieser Stelle nicht weiter mit dieser besonderen Gattung aus dem Tierreich beschäftigen. Wir wollen ihn ja nicht weiter züchten, sondern viel mehr verzaubern. Am besten in ein schnelles Gefährt in dem es sich leicht in hoher Geschwindigkeit über das Ziel hinausschießen lässt.

Im lösungsorientierten Ansatz heißt das passende Zauberwort „Baby Steps“. Die Kunst ist es, den nächsten Schritt zu finden. Und ist er noch so klein – egal, Hauptsache: gangbar. Weniger ist mehr. Machbar muss es sein. Erfolge und Fortschritte sind das Benzin für das Dranbleiben. Je kleiner der nächste Schritt, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass man losläuft.

Das ist auch das Erfolgsrezept der Teambegleitung. Die Begrenzung auf einen halben Tag pro Termin lassen nur Baby-Steps entstehen. Für Mehr ist gar keine Zeit. Doch Baby-Steps sind der Garant fürs Anfangen. Erste Erfolge und Fortschritte verführen zum Dranbleiben.Das spricht auch gegen den guten Vorsatz in der Silvesternacht. Viele lassen das sowieso schon sein. Warum auch das Leben in einer Nacht verändern wollen? Wer in seinem Leben etwas ändern will, dem stehen 365 Tage des Jahres zu Verfügung. Einfach anfangen und dranbleiben.Aktuelles Beispiel: Diäten nach den Feiertagen. Weihnachtspläutzchen, Festtags-Speck oder Love Handles sind die niedlichen Beschreibungen für die Auswirkungen der Völlerei zwischen den Jahren. Diätberatung hat gerade Hochkonjunktur. Dabei sollte sich herumgesprochen haben:

  • Dick wird man nicht zwischen Weihnachten und Neujahr sondern zwischen Neujahr und Weihnachten.
  • Wegen des Jo-Jo-Effekts helfen Diäten nicht nachhaltig.
  • Nur eine entsprechende Ernährungsumstellung macht langfristig Sinn.

Das klingt nach einem großen Ding. Wer sich das in Gänze vornimmt, gleich mit welcher Willensstärke, scheitert meist. Jeder Rückschritt nährt den eigenen inneren Schweinehund und macht ihn größer. Doch was könnte hier ein erster kleiner Schritt sein. Der Gesundheitsmotivator, Patric Heizmann rät in seinem Ernährungsratgeber „Ich bin dann mal schlank“ zum Prinzip der perfekten Tage. Das heißt, dass man sich anfangs nur an einem Tag in der Woche vornimmt, gesund zu essen. Das ist ein Baby-Step – ein gehbarer Schritt. Die meisten Menschen, die mit seiner Methode erfolgreich abgenommen haben, kehrten nach einem perfekten Tag auch erst mal gerne zum Gewohnten zurück. Bis man merkt, dass die perfekten Tage gar nicht so schlimm sind. Wer merkt, dass es ihm nach perfekten Tagen so gar besser geht, bei dem nimmt die Anzahl der perfekten Tage zu. Wer diesen Schritt schafft, empfindet Gesund-Essen nicht mehr als Qual, sondern als Lebensqualität. Misserfolge frustrieren dann nicht mehr, sondern Erfolge motivieren. Da ist Lösungsorientierung zum Thema gesunde Essgewohnheiten konsequent umgesetzt.

In diesem Sinne wünsche ich allen für das Jahr 2015 Baby-Steps als magische Zutat für die eigenen Veränderungswünsche.

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