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3.5.2010

Sinn stiften. Menschen begeistern.

Ein Plädoyer für Mut und Gelassenheit in der Führung

Mit richtig eingesetzten Verbesserungsmethoden werden schnell Potenziale erschlossen. Die Mitarbeiter arbeiten zielorientiert und motiviert an der Verbesserung und Neugestaltung ihres Arbeitsprozesses und ihrer Arbeitsbedingungen. Die Kunden sind begeistert von verbesserter Qualität und steigender Zuverlässigkeit. Die Mitarbeiter erleben zum ersten Mal seit Jahren einen Monat ohne Überstunden.

Zu schön, um wahr zu sein? Nein. Wollen Sie in Ihren Verbesserungsprojekten solche Ergebnisse erreichen, brauchen Sie Mitarbeiter, die Ideen generieren und Neues denken. Die Zeit haben, ihren Gedanken freien Lauf zu lassen, um nachzudenken, sprich, die ihr Gehirn benutzen. Um das zu erreichen, möchte ich Ihnen vier entscheidende Erfolgsfaktoren an die Hand geben und das Geheimnis der unerschöpflichen Quelle von Motivation und Innovation lüften.

Raus aus dem Hamsterrad

In der Hirnforschung gibt es eine überraschende Erkenntnis: Bei denjenigen, die mit festen Vorstellungen versuchen, gesetzte Ziele zu erreichen, bleibt das Gehirn weitgehend ausgeschaltet. Ein Mann, der mit einer Spielkonsole Autorennen fährt, zeigt im Computertomograph minimale Gehirnaktivität. Das Gehirn des gleichen Mannes, der vom Beifahrersitz aus miterlebt, wie Michael Schumacher die gleichen Runden dreht, ist hingegen hoch aktiv. Gemeinhin würde man das Gegenteil vermuten, und dem nicht direkt am Geschehen Beteiligten weniger Denkleistung unterstellen.

Die Forschungsergebnisse zeigen jedoch das Gegenteil: Wer Sachverhalte aus einer gelassenen Perspektive betrachtet, einen Schritt zurück geht, sich zurücklehnt und beobachtet, hat eine wesentlich größere Chance auf neue Gedanken und Ideen. Mit eingefahrenen Denkmustern lassen sich Probleme nicht dauerhaft lösen. Mit den ewig gleichen Gedanken läuft man sich im sprichwörtlichen Hamsterrad müde und kommt doch nicht von der Stelle. Erfolgsfaktor eins: Aktivismus durchbrechen, Gelassenheit kultivieren.

Angst hemmt, vertrauen öffnet

Angst verhindert Gelassenheit und selbstständiges Denken. Gerade zu Beginn von Verbesserungsprojekten zeigen viele Mitarbeiter kaum Initiative und wenig Veränderungsbereitschaft. Die Angst, in Zukunft nicht mehr dazuzugehören und den künftigen Anforderungen nicht gewachsen zu sein, lähmt das Engagement. Bewältigt werden Ängste nur in einer Atmosphäre des Vertrauens. Erfolgsfaktor zwei: Vertrauen schaffen, auf Ängste angemessen eingehen.

Stärken benennen, Mut beflügelt

In Veränderungsprojekten stehen Mitarbeiter neuen Situationen gegenüber. Die Aufmerksamkeit richtet sich schnell auf das, was die Beteiligten (noch) nicht können, auf Schwächen und Entwicklungsbedarfe. Auf all das, was noch zu lernen ist. Das lenkt jedoch von den anstehenden Aktivitäten ab. Besser ist, sich darauf zu konzentrieren, mit welchen Stärken und besonderen Fähigkeiten die neuen Situationen gemeistert werden können. Überlegen Sie gemeinsam, wer wen unterstützen kann und auf welche Weise. Erfolgsfaktor drei: Mut machen, Fähigkeiten und Stärken benennen.

Ziele und Visionen verankern

Ein gemeinsames attraktives Zukunftsbild hat Sogwirkung. Achten Sie darauf, dass es positiv formuliert ist. Machen Sie den Beteiligten ihren Gestaltungsspielraum deutlich. Eigene Ideen umzusetzen macht immer mehr Spaß als sich mit den Vorstellungen anderer auseinander zu setzen. Erfolgsfaktor vier: Ziele und Visionen in den Köpfen verankern.

Der Sinn ist die Quelle für Motivation und Innovation

Konzepte, die den Menschen lediglich als ein nach Bedürfnisbefriedigung strebendes Wesen darstellen, sie sind nicht mehr zeitgemäß. Um die Motivation für Verbesserungsprojekt zu fördern, reichen sie nicht aus. Die Bedeutung der Sinnerfüllung in der Arbeit wird in der Praxis massiv unterschätzt. Dabei ist Sinn die Quelle für Motivation, Innovation und Lebensfreude - und damit die Grundlage für menschlichen und unternehmerischen Erfolg.

Verzichten Sie, um positive Kräfte frei zu setzen, auf detaillierte Ursachenforschung für Misserfolge in der Vergangenheit. Langatmige Problemanalysen führen schnell zu Schuldzuweisungen und Rechtfertigungen. Zusammenarbeit wird dadurch erschwert, Motivation und Kreativität behindert. Und zu guter letzt vergessen Sie nicht, als Führungskraft sind Sie Vorbild und sollten selbst mit Freude an die Arbeit gehen. Lassen Sie ihre Quelle für Motivation, Innovation und Lebensfreude wieder sprudeln. Konzentrieren Sie sich auf sinn-volle Projekte. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

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