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31.12.2013

Zwischen den Jahren

Besinnliche Tage

Mein Geschäftspartner und Freund Markus Schwemmle macht einen wunderbaren Vorschlag für die Zeit zwischen den Jahren. Mit einer großen Portion Wortwitz tituliert er seinen Blogartikel mit „Innenschau statt Tagesschau – Lieber Umschalten statt Abschalten“. Für mich ist die Zeit nach dem Jahresendspurt durch Auslaufen charakterisiert.

Ich mache es wie die Sportler. Kein Sprinter bleibt direkt nach der Ziellinie stehen. Auslaufen ist angesagt. Für mich beginnt die „zweite Jahreshälfte“ nach den bayerischen Schulferien. Das sind von Mitte September bis Mitte Dezember gerade mal drei Monate. Zwei sehr schnelle Sprints unterbrochen durch die Herbstferien. Auslaufen heißt für mich Unerledigtes zu sortieren: abschließen, verorten oder wegwerfen. Gelungenes würdigen. Planen, wie ich mehr von dem, was gerade gelingt, auch im nächsten Jahr verwirklichen kann. So wird der Rückblick zum Sprungbrett ins Neue Jahr. So werden die Tage zwischen den Jahren zur besinnlichen Zeit.

„Besinnlich“ kommt etymologisch von dem starken Verb sinnen. Sinnen bedeutet nachdenken. Die Grundbedeutung von Sinn ist die Reise. Damit wird „sinnen“ zum Nachdenken über die eigene "Lebensreise", den Lebensweg. So ist zwischen den Jahren ein guter Zeitpunkt, sich für die Suche nach einem erfüllten Leben, Zeit zu nehmen. Die Wege sind vielfältig, die wir bei der Suche nach einem erfüllten Leben beschreiten können.

Es gibt ein unterhaltsames Buch von dem argentinischen Psychotherapeut Jorge Bucay, das bei der Suche nach einem erfüllten Leben helfen kann. Der Titel ist „Drei Fragen. Wer bin ich? Wohin gehe ich? Und mit wem?“. Als mein neunjähriger Sohn das Buch sah, wunderte er sich, warum jemand zu diesen drei Fragen ein ganzes Buch schreibt. Er sagte: „Die Fragen sind doch einfach. Ich bin Felix. Ich gehe in die Schule. Und mit wem? Natürlich mit meinen Freunden.“

Auch wenn es anfänglich einfach scheint, lohnt es sich mit der Zeit inne zu halten und sich zu Fragen:

  • Auf wie viel Bühnen bin ich unterwegs?
  • In wie viel Stücken spiele ich mit?
  • Welche Rolle übernehme ich jeweils?
  • Passt das so für mich?

Ich wünsche Ihnen für 2014, dass es Ihnen mehr und mehr gelingt, der zu sein, der Sie sind, gleich auf welcher Bühne Sie sich gerade bewegen. Als Ausblick: das Leben wird dann leichter.

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