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19/11/2018

Systemisch fragen: Spiegeln

Spiegeln: Wenn ich Sie richtig verstanden haben, dann…?

Das Spiegeln ist eine Grundfragetechnik im Beratungsgespräch und dennoch fällt sie, da man den Klienten im Redefluss der Problemschilderung unterbrechen muss, dem ein oder anderen Berater schwer.

Während der Klient sein Anliegen, sein Problem schildert, unterbricht der Coach und fasst das vom Klienten Geschilderte zusammen. Dabei hat er die Möglichkeit das Verstandene in eigenen Worten zu beschreiben oder sehr nah an der Wortwahl des Klienten zu bleiben, wodurch sich der Klient häufig sehr verstanden fühlt . Mit der Frage: Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann (und hier folgt die Zusammenfassung der Klientenschilderung) baut der Coach auch eine Feedbackschleife ein, mit der er sich versichert mit dem Klienten auf dem gemeinsamen Weg zu sein.

Der Effekt beim Klienten ist folgender: Er fühlt sich von seinem Berater verstanden oder hat die Möglichkeit zu korrigieren. Beides schärft jedoch die Beziehung zum Coach (Joining/Kontakt). Er erhält seine Problemschilderung noch einmal von außen angetragen. Dies eröffnet eine neue Möglichkeit darüber zu reflektieren, schafft also auch wieder Abstand zum Problem und öffnet den Weg in die Metaposition. Anders als im inneren Dialog, obwohl sogar manchmal exakt die gleichen Worte verwendet werden.

Die Unterbrechung des Redeflusses und die Zwischenzusammenfassungen des Coaches verlangsamen den Coachingprozess zwar im ersten Moment, dennoch führen sie schneller zum eigentlichen Kern des Problems bzw. im Sinne der Auftragsklärung zum gewünschten Lösungsbild.

Näheres zur Anwendung von systemischen Fragen entdecken Sie im Feature-Video von Thilo Leipoldt:

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